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Die Stadtkirche ist das einzige barocke Gotteshaus in weitem Umkreis das von Anfang an evangelsich gewesen ist.

Zur Geschichte der Stadtkirche:
Die Stadtkirche in Ludwigsburg wurde als einzige evangelische Predigtkirche in Württemberg im barocken Baustil erbaut. Da der barocke Baustil ein regelrecht gegenreformatischer (katholischer) Baustil ist, ist es ein besonderes Kennzeichen.
Im August 1718 fand auf freiem Feld die Grundsteinlegung statt.
Erst im Jahr 1720 wurde neben dem Grundstein das Pfarr- und Dekanatshaus erbaut. Schon 1720, lange bevor die Kirchtürme fertig waren, hatte der Herzog einen Stadtzinkenisten zum Turmblasen bestellt. Ein Amt, das heute noch besteht. Dieser war verpflichtet 3 Gehilfen zu halten, gemeinsam mit ihnen die Kirchenmusik zu übernehmen, das „Anblasen bei Taufen vorzunehmen, jungen Bürgern unentgeltlich Musikunterricht zu erteilen und dreimal täglich Turmblasen.

Auf beiden Türmen waren kleine wohnliche Räume, die im Südturm bis 1925 als Wohnung des Turmwächters dienten. Bei einer Turmbesteigung können Sie heute noch die Stelle des kleinen Herdes und des Rauchabzugs sehen.
Ein Gang führt bei beiden Türmen ringsum, in 26 m Höhe über dem Marktplatz der Stadt.

Die Türmer hatten die Stadt zu beobachten und bei Feuer oder Aufruhr Alarm zu schlagen.
Die letzte Türmerin war Karoline Brunner (1869-1941), die sog. „Turmkarlene“. Noch heute sind einzelne Relikte und Einrichtungsgegenstände zu sehen.

 

Im Jahr 1859 wurde die Orgel von Orgelbau E.F. Walcker aus Ludwigsburg erbaut. Diese wurde 1889 mit einem neuen Gebläse versehen und dann im Jahr 1906 neu geschaffen.

Von diesem Werk von 1906 konnte das Gehäuse und eine größere Anzahl Pfeifen in die 1960 geplante Orgel übernommen werden. Die Einweihung fand im Dezember 1961 statt.

Diese Orgel ist heute leider in einem Zustand, der eine komplette technische Erneuerung dringend notwendig macht. Dieses  große Projekt (veranschlagte Summe 800.000,-€) wird durch einen Förderkreis aktiv unterstützt. (mehr hierzu auf der Seite des Fördervereins: hier. )

Im hinteren Teil der Stadtkirche befindet sich die neu renovierte Chorkapelle (Bilder), die ein baugeschichtliches Kleinod darstellt. Die mit den vier Evangelistensymbolen verzierte Decke konserviert den baulichen Zustand der Kirche in den Jahren von 1889-1960 und wird heute für Kindergottesdienste und kleinere spirituelle Angebote genutzt.

Zur Stadtkirche gehören heute 2.300 Gemeindeglieder.
Sie zeichnet sich durch ein facettenreiches kirchenmusikalisches Leben aus.